Moritzburg. Eine stilvolle Präsentation historischer Kutschwagen gab es am 29. Mai im historischen Innenhof des Landgestüts Moritzburg. Anlass war die alljährliche Ausfahrt des Deutschen Traditions-Fahrclubs (DTFC), die 2026 vom Standort Diera aus stattfand. Seit 2010 widmet sich der DTFC dem Erhalt und der Pflege des traditionellen und korrekten Gespannfahrens. Bei den Veranstaltungen wird großen Wert auf den stilvollen Gesamtauftritt eines jeden Gespannes gelegt. Gepflegte Pferde und Geschirre, historische und technisch einwandfreie Kutschwagen, traditionell gekleidete Fahrer, sowie Grooms und mitfahrende Gäste ergeben dabei ein harmonisches Gesamtbild. DTFC-Präsident Albrecht Mönch hatte gemeinsam mit Wilfried Schmidt und Alexandra Gerlach das diesjährige Treffen organisiert. Als Fahrer- und Basislager diente der Reiterhof Schmidt in Diera-Zehren.
Nach der gemeinsamen Clubausfahrt durch die Weinberge, über Schloss Proschwitz und entlang der Elbe folgte für die Clubmitglieder eine Exkursion nach Moritzburg mit Besuch des Landgestüts und einer Präsentation der gestütseigenen Gespanne. Zur Vorstellung kamen der Klappphaeton, der Tilbury Gig, der englische Dog Cart in Tandemanspannung, das Königlich-Sächsische Stadtcoupé, der Hansom Cab, der Pirschwagen und die Park Coach sowie einige qualitätsvolle Nachwuchspferde der Schweren Warmblut-Züchterhäuser Udo Robert und Helga Wendt. Moderiert wurde das Programm von Landstallmeister a.D. Dr. Matthias Görbert und Landstallmeisterin Dr. Kati Schöpke, die Leitung hatte Hauptsattelmeister Falk Sieber. Im Anschluss begab sich die Gesellschaft auf einen Rundgang durch das historische und das neue Gestüt.
Der Erhalt von Fahrkunst und Fahrkultur gehört auch zu den Aufgaben der Sächsischen Gestütsverwaltung. Die zum Teil mehr als 100 Jahre alten Kutschwagen des Landgestütes Moritzburg werden jedes Jahr mit dazu passenden, wertvollen Geschirren und eindrucksvollen Landbeschälern in Anspannung bei öffentlichen Veranstaltungen zur Vorstellung gebracht.